Erik-Amburger-Archiv zu Ausländern in Russland
Der Gießener Professor für osteuropäische Geschichte Erik Amburger (1907-2001) hat jahrzehntelang systematisch Material über Ausländer, insbesondere Deutsche, im vorrevolutionären Russland gesammelt und in einer Vielzahl von Publikationen verarbeitet. Sein Forschungsarchiv hat er dem Osteuropa-Institut vermacht. Es besteht aus folgenden Teilen, die überwiegend nur in den Räumen der Bibliothek im Wissenschaftszentrum Ost- und Südosteuropa zur Verfügung stehen:
Personenkartei und Online-Datenbank
Sie umfasst teilweise sehr ausführliche biographische Angaben zu etwa 90.000 Ausländern im vorrevolutionären Russland. Die Informationen sind sowohl für die Wissenschaft als auch für die Familienforschung von großer Bedeutung.
In den 1990er Jahren wurde der Inhalt der Kartei nahezu vollständig in eine Datenbank aufgenommen. Diese wurde 2006/07 mit Mitteln der DFG im Rahmen der Virtuellen Fachbibliothek Osteuropa (ViFaOst) konvertiert und ist seit Anfang Oktober 2007 wieder zugänglich. Noch vorhandene Fehler werden derzeit behoben. Die Originalkärtchen sind in der Bibliothek zugänglich.
Stammfolgen zu Ausländerfamilien in Russland
Digitalisate von insgesamt 2960 Familienstammfolgen können an den Rechnern im Lesesaal der Bibliothek angesehen werden. Eine Übersicht der Familiennamen ist online zugänglich.
Private Forschungsbibliothek
Die Privatbibliothek von Erik Amburger ist im Dienstzimmer der Leiterin der Bibliothek des Osteuropa-Instituts separat aufgestellt. Sie umfasst 650 Einheiten, darunter sind zahlreiche Werke, die in Deutschland sonst schwer oder gar nicht zugänglich sind. Alle Titel sind im Online-Katalog der Bibliothek verzeichnet und können im Lesesaal benützt werden.
Forschungsarchiv
Erik Amburger unterhielt ein laufend gepflegtes und übersichtlich geordnetes Archiv für die tägliche Forschungsarbeit. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verwaltungs-, Migrations- und Unternehmensgeschichte. Es befinden sich darunter mehrere Karteien, Abschriften und Kopien von Quellen, Aufsatzkopien, unveröffentlichte Manuskripte, Bilder. Das Inventar ist online veröffentlicht, die Materialien selbst können in der Bibliothek im Wissenschaftszentrum Ost- und Südosteuropa eingesehen werden.
