Eine Wende auf Wänden – Unabhängige Generation

Ausstellung 31. Juli bis 18. September 2009

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr
Freitag 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Bibliothek im Wissenschaftszentrum Ost- und Südosteuropa, Landshuter Str. 4, Regensburg, Raum 017 (EG)

Vernissage am Donnerstag, 30. Juli 2009, um 17.30 Uhr

Zwanzig Jahre nach der „Wende“ in Ostdeutschland sind die Kinder von damals erwachsen: eine Gelegenheit zurückzublicken. Ein ähnlicher, keineswegs geringerer Umbruch bedeutete für die Menschen im östlichen Europa die neue Unabhängigkeit ihrer Heimatländer. Die generationenübergreifende Perspektive lässt sich deswegen durch die Einbeziehung von „Unabhängigkeitsfamilien“ in der Ukraine erweitert.
Die Ausstellung beruht auf Interviews mit Wendekindern und -eltern aus beiden Ländern. Manche Fragen stellten sich in Deutschland und der Ukraine gleich, manche unterschiedlich. Darum bietet die Ausstellung den Besuchern Material für eine spannungsreiche Gegenüberstellung. Auf die Frage nach den Veränderungen, die sich durch die Wende ergeben haben, verweisen sowohl in Deutschland als auch in Ukraine Interviewpartner oft auf die verloren gegangene Arbeitsplatzsicherheit. Außerdem wird übereinstimmend kritisch bemerkt, dass der Zusammenhalt in der Gesellschaft zurückgegangen sei. Abweichend wird dagegen beispielsweise die Demokratie bewertet. Interessante Unterschiede und Gemeinsamkeiten lassen sich auch zwischen den Generationen finden: Eltern bewerten die heutige Gesellschaft aufgrund ihrer Vergleichsmöglichkeit mit dem Alternativsystem kritischer als ihre Kinder.

Die Ausstellung wurde von vier Studentinnen gemeinsam mit dem Theodor-Heuss-Kolleg der Robert Bosch Stiftung und des MitOst e. V. konzipiert.